„Was brauchen wir am meisten auf der Welt? Nicht, dass wir normal sind, sondern dass wir geliebt werden und jemanden haben, der an uns glaubt…“

  

JEAN VANIER

Die Arche kurz erklärt

Die Arche besteht aus Wohngemeinschaften, in denen Erwachsene mit einer geistigen Behinderung und die sogenannten „Assistenten“ (d.h. Angestellte oder Freiwillige) gemeinsam leben und arbeiten. 

Die Archegemeinschaften, die im medizinisch-sozialen Bereich angesiedelt sind, ermöglichen es ihren Mitgliedern, zwischenmenschliche Beziehungen zu knüpfen, die über bloßes Helfen hinausgehen. In der Arche sucht man nach einem Weg „mit“ Menschen mit einer Behinderung zu leben statt „für“ sie. 

Drei Dinge sind für jede Archegemeinschaft grundlegend: der gemeinschaftliche, der beruflich-fachliche und der religiöse Aspekt.

Zielsetzung der Arche

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Die Gemeinschaft

Der gemeinsame Alltag in der Arche ermöglicht Begegnungen und es entstehen Freundschaften.

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Wissen, Handeln, Sein

Neben sozialen Kompetenzen spielen auch der fachliche Bereich und die stetige Fortbildung eine wichtige Rolle. Wissen, Handeln, Sein – diese drei sind nötig, um geistig behinderte Menschen zu begleiten.

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Spiritualität und Arche

In der Arche soll Raum sein für Fragen, die alle Menschen beschäftigen: Was ist der Sinn meines Lebens? Wie kann ich noch mehr lieben? Wie kann ich echte Beziehung leben?  Es wird außerdem darauf geachtet, dass Bewohner und Mitarbeiter, die an Gott glauben, nach der Tradition leben können, die ihnen vertraut ist.

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Die Aufgabe der Arche

Die Arche möchte bewusst machen, dass behinderte Menschen als besonders beziehungsbegabte Personen am Aufbau einer menschlicheren Gesellschaft mitwirken.


Die Geschichte der Arche

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Jean Vanier, der Gründer der Arche

Obwohl er einer glänzenden militärischen Karriere entgegensah, entschied sich der Sohn des kanadischen Generalgouverneurs, sein Leben in den Dienst der Schwächsten zu stellen. Nach mehr als 50 Jahren gemeinsamen Lebens mit behinderten Menschen lautet seine Botschaft heute: Um eine menschlichere Gesellschaft zu bauen, ist es wesentlich, die Schwächen des Anderen anzunehmen.

 

Mehr erfahren ☞ Homepage von Jean Vanier

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Ein Hilferuf

„Ich habe herausgefunden, dass Menschen mit geistiger Behinderung das unterdrückteste Volk der Welt sind.“ Jean Vanier

Der Psychiater Erol Franko beschrieb die Zustände der Krankenhäuser in den 1960er Jahren folgendermaßen: „Die Strukturen der psychiatrischen Kliniken glichen vor der Neugestaltung des ganzen Sektors denen eines Konzentrationslagers. Man schickte die Menschen dort hin, ohne ihre Lebensumstände, ihre Geschichte oder ihre Persönlichkeit zu berücksichtigen. Sie konnten dann für 15 oder auch 30 Jahre weggesperrt bleiben. 

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Die entscheidende Begegnung

Die Arche entstand 1964 nach einer Begegnung zwischen Jean Vanier und zwei geistig behinderten Männern, Raphaël Simi und Philippe Seux, die damals in einer psychiatrischen Einrichtung lebten. Tief berührt von ihrer Not entschied Jean Vanier, mit ihnen in ein kleines Haus in der Ortschaft Trosly Breuil im Verwaltungsbezirk l‘Oise zu ziehen. Es war der Beginn eines Abenteuers…

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Eine große Ausstrahlungskraft

Dank all der Menschen, die sich Jean Vanier anschlossen, verbreitete sich das Projekt Arche schnell in andere Regionen, andere Länder, andere Kontinente und damit auch in sehr unterschiedliche Umgebungen, Kulturen und Religionen. Die Intuition Jean Vaniers, die zur Gründung der Arche führte, findet heute in 150 Archegemeinschaften auf 5 Kontinenten in 38 Ländern ihre Fortsetzung.

Szenen aus dem Leben in der Arche

Die vor Ort gefilmten Szenen zeigen kleine Glücksmomente mitten im normalen Alltag der Wohngemeinschaften, der Werkstätten und Tagesbetreuungen.

Mit diesen lustigen, zärtlichen und berührenden Begebenheiten und Momentaufnahmen wollen wir zeigen, was mit Hilfe Ihrer großzügigen Unterstützung möglich wird.

„Zeit mit den Schwächsten unserer Gesellschaft verbringen und ihnen dabei begegnen, das kann uns von Grund auf verändern und uns glücklich machen.“

JEAN VANIER